Neulich so: ÖPNV im Ort schreibt mir per OSM, ob ich Bock hätte, die zu einem bestimmten Problem zu beraten und mir mal deren IT/Routing-Lösungen anschauen mag. Ich so: Geil!
Heute hatte ich einen Termin, und das war sehr fruchtbar. Das Letzte zuerst: mein Ansprechpartner hat mir zugesichert, einen riesigen Sack voll Daten bei mir abzukippen unter der vorläufigen Abmachung, diese nur zum Vergleich zu verwenden, aber er die uneingeschränkte (OSM)Nutzung erfragt. Uneingeschränkte Nutzung der Daten ist kompliziert, da es da schon diverse Neins gab.
Die Neins wurden erklärt, dass die Entscheider Probleme damit haben, dass die Routen etc. fehleranfällig wären. (Konkret ging es dabei allerdings um die Fahrpläne, nicht die Routen)
Das zweitletzte als nächstes: Routenrelationen interessiert den ÖPNV (bzw deren Software) aktuell überhaupt nicht. Die Software (trapeze group/LIO) nutzt OSM für proprietäres Routing, die eigentlichen Routen kommen (wenn ich das richtig verstanden habe) per kml rein.
Die Beratung, nunja, die war recht kompliziert. Also nicht die Beratung, sondern die Software. Die sah so nach 100.000+ Euro aus, klar, dass die Scheisse ist. Ich hab mir die Routing-Software angeschaut und erklären lassen, und da gabs diverse Dinge am Routing.
- Wenn jmd. (in OSM) irgendwo eine Baustelle aufmacht und eine Umleitung erstellt, dann ist das ganze System kaputt. Das GPS der Busse ist fest mit der Route der Busse verknüpft und wenn die Stadt und OSM sagt: da ist eine Baustelle und DA ist eine Umleitung, dann kollabiert das, weil die (über OSM liegende) kml sagt: wir sind hier falsch.
- das wirklich schlimme dabei: das trapeze/LIO-dingens ist eine enterprice-suite und funktioniert scheinbar auch so. Wenn die per GPS überwachte OSM-Route nicht mit der KML übereinstimmt, dann hat der Bus weder Einnahmen-statistik noch Ansagen auf dem Passagierdisplay.
P.s. Ich fand das Treffen sehr angenehm

