Die Graphenintegrations-Plattform (GIP) ist der zentrale, österreichweite Verkehrsgraph für alle Verkehrsformen inkl. Schiffe, U-Bahnen, Seilbahnen, Busse, KFZ, Radfahrer, Fußgänger etc.
Eine der markantesten Anwendung ist die intermodale Verkehrsauskunft für ÖV, MIV, Rad und Fußverkehr. Z.B. können Fußgänger die letzten Meter zwischen Haltestelle und Ziel durch Parkwege, Durchgänge etc. geroutet werden.
Diese amtlichen Daten werden in regelmäßigen Intervallen aktualisiert und unter CC-BY-4.0 allen Interessenten zur Verfügung gestellt. Die Quelldaten bleiben dabei im Besitz der Eigner (z.B. ASFINAG, ÖBB, Bundesländer …), es findet nur ein Abgleich der relevanten Daten statt.
Naturgemäß sind die höherrangingen Verkehrsdaten bevorzugt und inzwischen auch vollständig erfasst. Bei den Radrouten beginnt es sich auszudünnen, zur Zeit sind zumindest die Landesradwege österreichweit erfasst und als OGD verfügbar. Die Radrouten der Tourismusverbänden fehlen noch überwiegend.
Völlig blank ist die GIP bei den Wanderwegen. Mich wundert das nicht, denn Wanderwege sind eigentlich keine Verkehrswege sondern eher Wege für Freizeit und Sport. Im Gegensatz zu den Seilbahnen ist auch die unmittelbare wirtschaftliche Bedeutung gering.
Interesseneigner Wanderwege
Amtliche Daten zu den Wanderwegen könnte die Finanzierungskette Land - Tourismusverbände - Wanderwegeersteller (meist Gemeinden) transparenter und nachhaltiger gestalten. Sicher ein Vorteil für die Länder, weniger für die Tourismusverbänden, die den Freiraum gerne nutzen.
Möglicherweise ist auch das Militär daran interessiert. Die eigenen Ressourcen im Institut für Militärisches Geowesen (IMG) reichen für die eigenständige Datenerhebung nicht aus. Die historisch lang zurückreichende Unterstützung durch die Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) ist 2011 durch Einstellung der Österreichischen Militärkarte weitgehend weggefallen.


