Da die Gemeinden in meiner Umgebung fleißig alle zwei bis drei Jahre ein neues Neubaugebiet ausweisen, komme ich in “Genuss” regelmäßig etwas zum Mappen zu finden. Das nehme ich natürlich gerne als Herausforderung an, denn da kann man zeigen, dass man kein reiner Luftbild-Abpinsel-Mapper ist. Am Hand des Neubaugebiets “Am Schulzentrum” in Brackenheim zeige ich in diesem Blogpost, wie man Gebäude nur mit GPS mappt.
Neubaugebiete haben, nachdem sie erschlossen sind (d.h. Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt und die Straßen befahrbar sind) eine Zeit lang den Vorteil, dass die Bautätigkeit erst beginnt und eine sehr geringe Abschattung besteht. Dadurch kann man mit einem normalen Garmin noch akzeptable Genauigkeiten erzielen.
Da eine Neuauflage der Bing-Bilder nicht absehbar ist und die Landesregierung Orthophotos nicht für OSM zur Verfügung stellen möchte, muss man eben zu den “klassischen” Methoden greifen, die in der Prä-Bing-Ära noch ganz normal waren.
Vorbereitung
Um Gebäude mit GPS einzumessen, empfiehlt es sich, das Baugebiet in dem Moment aufzusuchen, indem noch keine oder nur sehr wenige Eigentümer eingezogen sind. Der Sonntagenachmittag ist kein guter Tag, denn da besichtigen die Bauherren meistens ihre Baustelle. :-) Zufällig als sehr geeignet hat sich der Heiligabend 2014 erwiesen. Es hat nicht geregnet und die einzigen Personen, die mir begegnet sind, waren eine Streifenwagenbesatzung, die, ohne zu bremsen, an mir vorbeigefahren ist. Das Baugebiet war zu diesem Zeitpunkt noch unbewohnt, d.h. noch kein künftiger Bewohner war eingezogen.
Ein Paar stabile Stiefel (ich bin dank meines dualen Studiums in der Vermessung mit zwei Paar Sicherheitsschuhen ausgestattet), die schmutzig werden dürfen, sollte man auch nicht vergessen. Eine Warnweste vermittelt einen offiziellen Eindruck. Sie kann dazu führen, dass ihr gefragt werdet, ob ihr als Mitarbeiter des Bauordnungsamts kontrolliert, dass keiner zu hoch baut. :-)


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